Liebe Grüße von meinem Schreibtisch!

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In der Zeitschrift “Existenz und Logos” wurde das Buch zum Gespräch über die Trauma- und Logotherapie von Johanna Fischer und mir rezensiert. Das freut uns sehr!

Der Schriftleiter von “Existenz und Logos”, Dr. Peter Suchla schreibt: “Das kleine Büchlein … enthält ein Interview, das Johanna Fischer, ehemalige 2. Vorsitzende der DGLE, mit Frank Witzel führte … Da Frank Wiztel ausgebildeter Traumatherapeut ist, liegt der Schwerpunkt des Interviews auf möglichen Zusammenhängen von Traumatherapie und Logotherapie. Das ist in der Tat eine faszinierende Frage. … Und dieses Thema angestoßen zu haben, ist das Verdienst dieses Büchleins.”

Das finde ich schön. Danke! …


Ein Moslem und ein Christ befreien Jesus am Kreuz

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von Fliegen, Holzspänen, Baustaub und Spinnweben.

Das finde ich gut.

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Acht Leute waren da: Männer und Frauen, Ausländer und Inländer, Alte und Junge. Wir vereinbarten uns zum Putztag mit Corona-Abständen, M-N-Bedeckungen und arbeiteten in den jeweiligen Hausständen oder höchstens zu zweit. Es war ein kurzer, intensiver und schöner Putztag. Zwischendurch machten wir immer wieder mal Pause und freuten uns daran, dass das Wetter uns die Berge vor der Kreuzkirche so wunderbar präsentierte. Super war auch, das Daniel sein Dampf-Putzgerät für die Holzbalken mitgebracht hatte. Jetzt muss nur noch die Küche fertig eingebaut, Toilettentüren angebracht und Restarbeiten ausgeführt werden. Dann kann das Corona-Weihnachtsfest kommen. Trotz allem Pandemie-Gedöns: Wir freuen uns darauf. Wir konzentrieren uns auf das “DASS” des Weihnachtsfestes, dass Gott zu uns kommt. …


Gestern war Österreich und die Corona-Pandemie Thema in den Tagesthemen im deutschen Fernsehen. Alle Zuschauer*innen von Flensburg bis zum Bodensee wissen nun, dass es dramatisch schlimm in Österreich sein muss.

Gestern war das Kleinwalsertal und die Corona-Pandemie Thema im Allgäuer Anzeigeblatt. Alle Leser*innen im Oberallgäu lesen nun, dass “Dunkle Wolken” das Kleinwalsertal heimsuchen.

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An den Berichterstattungen ist alles richtig. Das ist gar nicht mein Punkt. Aber ich finde schon, dass ein wichtiger Aspekt, nämlich die Ressourcen im Kleinwalsertal fehlen. Ich fühle mich als Pfarrer, als Seelsorger und auch als Kleinwalsertaler aufgerufen, dem Bild noch ein paar Farben zu verleihen, damit wir — weiterhin — gut mit den gegebenen Herausforderungen umgehen können. …


Die Infektionszahlen steigen nun auch im Kleinwalsertal, nachdem es lange Zeit “clean” gewesen ist.

Das hat zur Folge, dass auch Handwerker immer häufiger in Quarantäne gehen müssen. Das bringt so manches durcheinander und so manche Verzögerung ist zu befürchten. Darum finde ich es umso wichtiger, dass wir uns freuen und wertschätzen, wie gut bisher alles geklappt hat mit der barrierefreien Ertüchtigung der Kreuzkirche. Auf unserer Homepage finden sich einige Eindrücke dazu.

Zugleich finde ich ja auch, dass es eine spannende Zeit ist … wenn sie nur nicht so krisengeladen wäre.

Corona ist ja auch ein Beschleuniger. Ich stelle zum Beispiel fest, dass wegen Corona in Deutschland der Religionsunterricht nun “temporär kooperativ” durchgeführt werden soll. Dies entspricht in etwa, was im Kleinwalsertal unter dem Stichwort “dialogisch-konfessioneller Religionsunterricht” von mir und anderen entwickelt wurde. Ganz ehrlich: Das freut mich. …


In der letzten Woche hat Trump und die US-Wahlen dem Pandemie-Thema den Rang abgelaufen. Das ist nicht unbedingt eine gute Botschaft. Für mich stellt sich die Frage, wo ist der bleibende Kompass in dieser Welt, die so durcheinander kommt. Ich bin ein paar Tage mit diesem Impuls schwanger gegangen … und dann wurde ein Text geboren. Es war fast so, als ob er ein eigenes Leben verwirklicht, weil die ursprünglichen Gedanken und Notizen sich beim Schreiben und Überarbeiten selbstständig gemacht haben. Die Andacht wurde dann in dem Allgäuer Anzeigeblatt veröffentlicht. Dabei spürte ich Aufregung und Unsicherheit, wie er sich so als eigene Persönlichkeit darstellen würde. Hier ist er bzw. …


Gerade habe ich Maybritt Illner im Gespräch zu Corona und dem nun beginnen “Lockdown light” im Fernsehen gesehen und gehört. Es wird ernst … wieder. Als Traumatherapeut fürchte ich, dass dies die ohnehin individuell und kollektiv stark um sich greifenden Dissoziationen fördern wird. Dadurch werden sachgemäße und ressourcenorientierte Verhaltensweisen schwieriger werden. Im Klartext: persönliche Aggression, gesellschaftliche Gewalt, irrationale Argumente und Depressionen werden zunehmen.

Das will ich nicht, weil ich das Leben und das Gelingende Liebe. Ich finde, Jesus lehrt uns dies.

Grund genug, noch einen weiteren Anlauf zu den Ressourcen im Alltag zu machen, nämlich:

Alles, was uns hilft, differenziert wahrzunehmen, ist gut. Und manchmal sind verschiedenen Glücks- und Unglücksmomente gleichzeit in und um uns. Wir sind sozusagen “semiglücklich”. Dazu gibt es ein hervorragendes Interview mit dem Zukunftsforscher Horst Opaschowski. …


Vor einer Stunde habe ich die Nachrichten angeschaut. Ja, wie erwartet, es geht wieder los mit erheblichen Einschränkungen der persönlichen Freiheit und des öffentlichen Lebens!

Darum will ich ganz bewusst von anderen Problemen sprechen … , die sich gelöst oder zumindest gut entwickelt haben. Ich meine, es ist seelisch enorm wichtig, den Horizont offen zu halten. Meine Botschaft ist und bleibt: Corona ist nicht alles, was bestimmend und wichtig ist. Diese Pandemie muss unbedingt erstens in einen größeren Kontext eingebettet und zweitens mit guten Ressourcen unterfüttert werden, damit einzelne Menschen und ganze Gesellschaftsgruppen nicht in eine (dissoziierende) Traumafolgereaktion rutschen. …


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Der Herbst beginnt und es sieht schön aus.

Die Berggottesdienste fallen manchmal aus wegen schlechtem Wetter und/oder mangelnder Beteiligung.

Es fühlt sich nach Nebensaison an.

Im Tal aber gehen die Gefühle mit den Übernachtungs- und Gästezahlen rauf und runter. Dieses Auf-und-Ab wird aber nicht durch Wetterwechsel sondern durch die jeweilige Berichterstattung und aktuelle Rechtslage zur Corona-Pandemie bestimmt.

Heute saß ich mit Ulrike auf der Terrasse in der letzten Herbstsonne dieser Woche. Wir lasen Zeitung und versuchten beide zu ergründen, was man nun darf oder nicht darf, wenn man vom österreichischen Risikogebiet in ein deutsches Risiko- oder Normalgebiet fährt und umgekehrt. …


Heute ist ein besonderer Tag. Ich habe Geburtstag und vertrete dienstlich meine Vertretung. Der Kollege hatte coronabedingt udn somit aus verständlichen Gründen schon vor langer Zeit abgesagt. Andere konnten nicht einspringen. So feierte ich heute den Berg-Gottesdienst am Walmendingerhorn am Geburtstag. Sein Motto war “Herbst”. Und herbstlich zeigte sich auch der Ausblick auf den Widderstein.

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Zuerst dachte ich es kommt niemand. Denn in der Nacht zuvor wurde Vorarlberg zum Corona-Risikogebiet erklärt. Aber es kamen so viele wie noch nie in dieser besonderen Saison. Und es war so eine gute Atmosphäre unter den Feiernden! Ich sage es offen und frei heraus: Es hat mich auch gefreut, dass es an zwei Stellen im Gottesdienst Spontanapplaus und ganz gute Gespräche nach der nachdenklichen und zugleich swingenden Feier am Berg gab. Ich fand es auch ehrlich anrührend, dass nach der poetisch-spirituellen Andacht so viel wie noch nie als Gottesdienstkollekte für den barrierefreien Umbau der Kreuzkirche gegeben wurde. …


Systemrelevant?

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Ist die Kreuzkirche unwichtig, manchmal wichtig, meist wichtig oder sogar systemrelevant?

In Deutschland wird in der Presse und in kirchlichen Kreisen schon seit Längerem diskutiert, ob und inwiefern die Kirche, insbesondere unsere evangelische Kirche “systemrelevant” ist.

Nun habe ich die Debatte auch in Österreich entdeckt. Hier ist die evangelische Kirche ja viel kleiner und “nebensächlicher”. In Wien meldete sich der Theologe und Medizinethiker Ulrich Körtner zu Wort. Unter dem Titel “Ethik in Zeiten von Corona” lud er zu einem online-Seminar ein. Im Zuge dessen stellte er fest: “Religion ist in der säkularen Gesellschaft nicht systemrelevant.”

Das merkt zurzeit jede/r. Baumärkte haben weniger Probleme, ihre Dienste anzubieten als Kirchen. Die Presse hat alles aufmerksam beobachtet und kommentiert. Menschen, die sich der Kirche verbunden fühlen, könnten darüber klagen. …

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Frank Witzel

Evangelischer Pfarrer, Traumatherapeut und Biker im Kleinwalsertal

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