Spirit Tour 2019 — Resumee

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Ich beginne mal, ein Resumee in Worte zu fassen, und bitte die anderen Kradapostel*innen, mich zu ergänzen:

  • Es war ein sehr guter Spirit erfahrbar. Er blieb auch dann, wenn die Zusammensetzung der Gruppe sich änderte. Wir haben die “versöhnte Verschiedenheit” gelebt, Lachen, Begeisterung, Nöte und Tränen geteilt.
  • Wir haben dank unserer Kommunikationspartner 100tausende Menschen erreicht mit einer positiven Botschaft im Umkreis von Glauben, Gott und Kirche.
  • Wir haben dank besonders der Printmedien 10tausende Menschen erreicht mit einer inhaltlich differenzierten Botschaft zur “versöhnten Verschiedenheit”.
  • Je konventioneller die Medien waren, um so differenzierter konnte die Kommunikation stattfinden. Besonders gut scheint es zu sein, wenn digitale Medien auf analoge hinweisen. So kann Breitenwirkung und inhaltliche Tiefe kombiniert werden.
  • Ich persönlich wurde im Glauben gestärkt, dass das Gute durch das Gute wächst.
  • Ich glaube, dass in Zeiten schwindender Kirchlichkeit, Christen auf der einen Seite “Ja” zu der institutionellen Gestalt von christlicher Gemeinschaft sagen und zugleich konsequent auf die Orte, Situationen, Menschen und Prozesse zugehen sollten, in denen Segen, Kraft, Dynamik und menschenfreundliche Vision zu spüren ist. Das heißt auch, dass Dinge in den Kirchen, die ihre Zeit überschritten haben, auch in Frieden sterben dürfen. Alles hat seine Zeit. Es gilt, unsere besondere Berufung im Hier und Jetzt zu entdecken.
  • Sorgen machen mir Pfarrer*innen im Gemeindepfarramt. Die Überforderung der persönlichen Ressourcen bei gleichzeitigem Ausbleiben inspirierender Erfolgserlebnisse scheint von Nord bis Süd eher die Normalität zu sein. Wie sollen da, egal in welcher Landeskirche, noch kreative Potentiale geweckt werden können? Zugleich sind nach einschlägigen und öffentlich bekannt gemachten soziologischen Analysen Pfarrer*innen der Schlüssel für Kreativität und Bindungskraft im kirchlichen Raum. Aber die kreativen Potentiale eines Systems gehören gefördert, soll das System (Kirche) eine gute Zukunft haben! Im Moment nehmen die sekundären, nicht-kreativen Arbeitsverpflichtungen im Pfarramt aller Landeskirchen zu.
  • Die Motorradfahrer-Seelsorge gibt mir Hoffnung. Hier lebt etwas unterhalb des Radars, ohne Personalstellen, ohne Haushaltsposten, an vielen Orten, erreicht endlich auch mal Männer in nennenswertem Umfang und ebenso kirchlich distanzierte Menschen. Ich glaube, es ist gut, die christliche Bikerszene zu vernetzen, mit Wertschätzung zu würdigen, bei Bedarf projektbezogen zu stützen. Das genügt. Der Rest wächst von alleine. So Gott will.
  • Unter den Spirit-Tourern wurde festgestellt, dass die Psychotraumatologie, die ich auf der Fahrt als Traumatherapeut vermitteln durfte, sehr hilfreich ist — für das Motorradfahren, für das Verständnis politischer und gesellschaftlicher Prozesse und für die Verarbeitung der je eigenen Biographie. Ich danke für viele tiefe persönliche Gespräche und das Vertrauen dabei.
  • Ich danke allen, die da dabei sind. Hier ist ein Spirit. Er kommt von Gott.
  • Wir sind dankbar, dass Kradapostel Wolfgang auf der Heimfahrt bei einem Unfall vor Schlimmeren behütet wurde. Er sagte dazu: “Ich bin nicht schneller gefahren, als mein Schutzengel geflogen ist. Er hat auf mich aufgepasst.”
  • Wir grüßen alle, die unsere Tour begleitet haben und bitten um Begleitung für euch und Sie durch den wunderbaren, “heiligen” Spirit, den wir erfahren durften.

Written by

Evangelischer Pfarrer, Traumatherapeut und Biker im Kleinwalsertal

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