Lebenszeichen von Frank in Corona-Zeiten am 31.3.2020

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eMail nach dem Telefonat mit Forsa

Die ganze Zeit versuchte mich eine Dortmunder Nummer zu erreichen. Als es endlich klappte war das Meinungsforschungsinstitut von Forsa dran. Es ging ganz schnell und schon war ich in einem Interview zu meiner Sicht der Dinge bei Corona in Verbindung mit meiner Lebensdaten, Fernsehverhalten und politischen Wahlentscheidungen.

Ich glaube, meine Telefoninterviewerin war beim Interview gestresst und danach etwas erschöpft. Wir hatten verschiedene Ziele: Sie wollte möglichst problemlos ihr von Meinungsforschern vorgefertigte Maske ausfüllen, so wie die Maske es vorgab.

Ich wollte erklären, wie ich es meinte. Dafür gab es aber keinen Platz in der Maske. Darauf erwiderte ich, dass die Fragestellung schon die Antwort vorprägt und eigentlich verhindert. Hilflos frage sie dann: “Was soll ich denn jetzt ankreuzen?”

Sie wollte wissen: “Erwarten Sie, dass es nach der Corona-Krise wirtschaftlich besser weiter geht?”

Ich antwortete: “Ich erwarte, dass die Wirtschaft sich erholen wird und in einiger Zeit das Niveau vor Corona übersteigen wird. Aber das wird meines Erachtens nicht besser sein, weil ich befürchte, dass die Steigerung des Bruttosozialprodukts im Vergleich zur Zeit kurz vor Corona nicht allen zugute kommen, sondern die soziale Differenzierung in arm und reich zunehmen wird, hier bei uns national und global ebenso.” Also müsste man sagen: “Ich erwarte, dass es schlechter weiter gehen wird.” Aber das hatte sie in diesem Sinn ja gar nicht erfragen wollen. Sie hatte für diese Differenzierung keine Kategorie.

Ich hoffe sehr, dass die Kategorien der Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit Beachtung finden werden, wenn es bald wieder aufwärts geht. Seit gestern und heute melden sich nämlich öfter Stimmen, die betonen, dass man auch wieder über die Zeit nach der Corona-Krise reden und eine “Exit-Strategie” entwerfen müsse. Ich hoffe, dass der “Exit” weichen stellt zum Besseren. Ich meine nämlich, dass wir durch die Aufspaltung der Welt in superreich, reich, arm und ganz arm, in mächtig und ohnmächtig, durch Kriege und durch die ökologischen Krisen, größeren Aufgaben gegenüberstehen als bei Corona.

Fundsache dazu, heute bei n-tv mobil:

“Die Corona-Krise werde die Wirtschaft und die Finanzmärkte verändern, sagt Larry Fink. Der Chef des Anlage-Giganten blickt dennoch zuversichtlich in die Zukunft — und sieht für Anleger “enorme Chancen”.

Der US-Finanzgigant Blackrock rechnet durch die Coronavirus-Pandemie mit grundlegenden Folgen für die Wirtschaft und Gesellschaft. Die Verbreitung des Virus habe “nicht nur die Finanzmärkte und das kurzfristige Wachstum unter Druck gesetzt”, sondern auch eine Neubewertung vieler Annahmen zur Weltwirtschaft bewirkt, schreibt der Chef des Vermögensverwalters, Larry Fink, in seinem diesjährigen Brief an die Aktionäre des Unternehmens.

Bei der Geldanlage könnte die aktuelle Krise nach Finks Einschätzung zum Katalysator für Angebote werden, die Kriterien wie Umweltschutz, Soziales und gute Unternehmensführung berücksichtigen. “Die aktuelle Pandemie führt uns vor Augen, wie fragil die Welt ist und welcher Wert in nachhaltigen Portfolios steckt”, schreibt Fink. “Wenn wir diese Krise überstanden haben und Anleger ihre Portfolios anpassen, haben wir die Möglichkeit, eine nachhaltigere Welt zu schaffen.”

Der 1988 gegründete Finanzriese verwaltet nach jüngsten Zahlen für das Jahr 2019 gut 7,4 Billionen Dollar (gut 6,7 Billionen Euro) Anlagegelder.”

Evangelischer Pfarrer, Traumatherapeut und Biker im Kleinwalsertal

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