Lebenszeichen von Frank in Corona-Zeiten am 27.4.2020

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Heute gehen die Nachrichten rauf und runter mit dem Thema der Schutzmasken, deren Sinn und Unsinn

Dabei habe ich auch den befreienden Satz aus dem realen Leben gehört. “Oh Mann, dann sollen sie halt die Maske aufsetzen. Es gibt doch jetzt wirklich Wichtigeres, als sich über diese Dinger den Kopf zu zerbrechen oder in Streit zu geraten.” Genau! Es gibt größere Themen bzw. Themen-Zusammenhänge.

“Refugees welcome” gerade jetzt! Ich will an dieser Stelle einfach allen danken, die sich für geflüchtete Menschen einsetzen. Gerade jetzt! Danke! Ihr seid echte Hoffnungsträger!

Von Freunden erfahre ich, was alles gut laufen kann in und durch die Flüchtlingshelferkreise.

Ich erfahre von ihnen aber auch von den vielen kleinen rassistischen Zumutungen, wenn Flüchtlingskrise auf Corona trifft, die zu einem regelrechten Debakel anwachsen können. Möge das eine durch Gottes Segen gestärkt und das andere verhindert werden. Meist haben wir gruppendynamische und politische Prozesse nicht in der Hand.

Wir sind in einer Krise. Solche Situationen sind dadurch gekennzeichnet, dass Abläufe “flüssig” werden. Man weiß nicht, wohin es fließt. Zur reinigenden Katharsis wie im griechischen Drama und wie im traditionellen Hollywood-
Film? mit Happy-End? Oder wie in der Tragödie und der Apokalypse, so dass etwas unwiederbringlich zerbricht?

Der Soziologe Wilhelm Heitmeyer ist mir von seinem Ansatz der Gewaltforschung sehr sympathisch. Leider beobachtet er in der Coronakrise auch viel Gesellschaftsromantik. Das meint er kritisch. “Die Hoffnung, dass Solidarität zu weitreichenden Neuentwicklungen in der gesamten Gesellschaft führe, sei … naiv und problematisch”, sagte er im Deutschlandfung. “In einem kapitalistischen Staat sei Solidarität kaum möglich”, fasst es die Deutschlandfunk-Redaktion zusammen.

Er widerspricht also dem Zukunftsforscher Matthias Horx, der sich fundamentale Lernschritte der Menschheit vorstellen kann, zum Beispiel in

Es ist letztlich offen, ob das Sein das Bewusstsein bestimmt oder umgekehrt … oder wie auch immer der Wechselprozess aussieht.

Da die Zukunft offen und zugleich in unsere Hände gelegt ist, bitte ich Gott um seinen Segen für die Zukunft und für uns.

Ciao, pfüat na, euer

Frank

Written by

Evangelischer Pfarrer, Traumatherapeut und Biker im Kleinwalsertal

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