Lebenszeichen von Frank in Corona-Zeiten am 20.4.2020

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Gesehen auf der Spirit Tour XXL 2019

“Unterwegs im Auftrag des Herrn” mit “Gottes Wort” soll die Kirche mit ihrem Personal sein. O.K., wenn es aber niemanden interessiert? Wie “systemrelevant” ist denn kirchliche Kommunikation?

Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich mit Alois Knoller von der Augsburger Allgemeinen der Meinung bin, dass aufgrund der Kommunikation von “Sinn” Kirchen systemrelevant sind in Corona-Zeiten, weil sie “noogene Neurosen” vorbeugen. Was hilft es aber, wenn ich das zwar glaube, es dem Rest der Welt aber relativ egal ist? Ich habe heute versucht, darauf eine Antwort zu geben mti einem “geistlichen Wort” für das Lokalblatt “Der Walser”. Er erscheint am Freitag. Es erscheint vorab hier:

„Die schönen Kirchen, jetzt stehen sie alle leer!“

Diesem Ausruf will ich beipflichten … mit einem kleinen „Aber“. Ja, ich finde es auch nicht schön, dass die Kirchen jetzt so leer sind. Ehrlich gesagt: Selten leiden unsere Kirchen unter Überfüllung.

Zugleich ist es wichtig, dass sie da sind. Sie erinnern uns daran, dass Gott zu uns spricht und gut zu uns ist. In dieser „Erinnerungs-Funktion“ haben sie Ähnlichkeiten mit Denkmälern.

Gottes Wort kennt viele Wege, um zu uns zu kommen. Die digitalen und medialen Kanäle werden zum Beispiel zurzeit ganz intensiv genutzt, um Gottes Wort weiter zu sagen. Menschen machen die Erfahrung, die auch der Psalm 119 im 105. Vers in Worte fasst: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“

Gottes Wort kennt auch sehr unkonventionelle Wege, um uns (endlich) zu erreichen. So hat die Botschaft, dass Gott alle Menschen zu seinem geliebten und würdevollen Ebenbild erschaffen hat uns über den Umweg der Menschenrechte erreicht. Diese Botschaft musste sogar oft gegen den Widerstand christlicher Kreise in Politik, Gesellschaft und Kirche(n) durchgesetzt werden von Sozialisten, Atheisten und anderen Menschenrechtlern. Und nun haben es die meisten Christen verstanden. Endlich!

Mit Gottes Wort, das uns zu Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung mahnt, war und ist es manchmal ähnlich.

Gottes Wort tut, was es sagt. Es wirkt unabhängig davon, wie Kommunikationskanäle beschaffen sind. Der Prophet Jesaja drückt dies wunderbar poetisch in Kapitel 55, Vers 10 aus: „Gleich wie Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt , und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.“

Gottes Wort wird wirken mit vollen oder mit leeren Kirchen, mit uns oder ohne uns, manchmal auch gegen unseren Egoismus, auf jeden Fall uns zugute.

Gott sei Dank!

Written by

Evangelischer Pfarrer, Traumatherapeut und Biker im Kleinwalsertal

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