Lebenszeichen von Frank in Corona-Zeiten am 15.4.2020

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Walserhaus in Hirschegg im Kleinwalsertal

Machen die Erfahrungen der Corona-Krise die Menschen und die Welt besser? Oder wird es nach der Krise erst richtig schlimm?

Zugleich werden die Exit-Strategien in meiner Wahrnehmung seit heute verstärkt öffentlich diskutiert.

Ich finde es bei dieser Frage bedeutsam, dass ich noch nie so viele Menschen bei einer Blutspendeaktion getroffen habe, wie heute im Kleinwalsertal. Früher, auf meiner letzten Stelle im Augsburger Annahof hatte ich solche Aktionen mit organisiert. Aber wir schafften es nie(!), dass bis zum Schluss sich Warteschlangen bildeten und das Blutspende-Team dann zu Feierabend die ganze Aktion beendet, obwohl noch Leute, zum Beispiel ich, spendenwillig gewesen wären. Super!

Ich nehme dies zum Anlass, zu behaupten, dass es besser wird mit uns, weil wir nun global lernen, vernetzte Verantwortung zu übernehmen. Ich stimme dem Philosophen Richard David Precht zu: Jetzt sollten bei einer Exit-Strategie die Weichen für eine bessere und solidarischere Zukunft gestellt werden. Wenn erst mal wieder (wie bei der letzten Finanzkrise) die Situation gerettet worden ist, ist das “Fenster” für positive Veränderungen wieder geschlossen. So hatte ich ihn jedenfalls im Gespräch mit Markus Lanz verstanden.

Dieser Tag bereitete uns auf jeden Fall einen schönen Exit. Die Abendsonne beschien den Gipfel des Widdersteins und Frieden lag über dem Tal.

Written by

Evangelischer Pfarrer, Traumatherapeut und Biker im Kleinwalsertal

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