Lebenszeichen in Corona-Zeiten 17.3.2020 von Frank

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Liebe FreundINNeN in Nah und Fern,

ich lebe noch, mich gibt es noch.

Auch wenn Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen ausfallen, findet doch Kommunikation „im Auftrag des Herrn“ statt. Gott sei Dank! Kirche ist ein „Kommunikationsgeschehen“.

Telefon und eMail helfen dabei. Manchmal finden auch Gespräche unter 4 realen Augen statt mit ordentlich Abstand …

Die einen lassen erkennen, dass Sie diese Krise ganz schlimm finden.

Die anderen sagen, dass es sehr schön ist, dass einmal wirklich Ruhe und Besonnenheit eintritt. Dies täte der Seele gut. Letzteres kann ich bestätigen.

Zugleich mache ich auch die Erfahrung, dass auch das „Herunterfahren“ mehr Arbeit verursacht als gedacht.

Wie es auch dir gehen mag: Ich bin vor Ort, ich bin erreichbar. Am besten geht es per Telefon. Mein Diensthandy begleitet mich die meiste Zeit. Es hat die Nummer 0049.170.61 91 73 2. Ich gehe immer an das Telefon oder rufe zurück.

Besonders die terminlich vereinbarten Seelsorgegespräche müssen nicht ausfallen. Sie können auch telefonisch stattfinden. Sogar mit Bildübertragung per Internet! Allerdings muss ich zugleich darauf hinweisen, dass WhatsApp nicht sicher ist im Sinne der seelsorgerlichen Verschwiegenheit. Aber ich meine, in gegenseitigem Einverständnis könnte es dennoch genutzt werden.

Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht und bin selbst erstaunt, wie gut das über die ganze Welt geht, wenn Menschen aus einer Begleitung weit weg ziehen …

Auch die Kreuzkirche lädt weiterhin ein. Sie ist offen für die persönliche und individuelle Andacht. Ganz real und ganz analog! Die Ausstellung von Juliane Wanner gibt künstlerische und spirituelle Impulse. Ich habe mir vorgenommen, in den kommenden Tagen auch noch eine Einführung und spirituelle Impulse dazu zu verfassen. Ich kenne die Künstlerin seit vielen Jahren. An die Ausstellungen, die wir in Augsburg gestaltet haben, erinnern wir uns heute noch gern. Dies schwingt nun in der Kreuzkirche atmosphärisch weiter. Darum würden wir uns auch persönlich sehr freuen, wenn sie besucht wird.

Im Internet steht auch etwas dazu auf unserer Homepage: www.kleinwalsertal-evangelisch.de/kosmologie-abstrakte-malerei-von-juliane-wanner

Besucher*innen können in der Kreuzkirche auch ein Gebet mit dem Entzünden einer Kerze verbinden. Herzliche Einladung.

In meinem Fenster im Büro steht ab 19 Uhr jeweils eine Kerze als Zeichen, dass Gott auch in diesen Zeiten bei uns ist.

Wer sie sieht, mag vielleicht ebenfalls ein kleines Gebet sprechen.

Alles Liebe und Gute, seid behütet,

euer Frank

Written by

Evangelischer Pfarrer, Traumatherapeut und Biker im Kleinwalsertal

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