Ich lebe noch. Zugleich schließe ich die Corona-Lebenszeichen heute am 9.5.2020 ab … und beginne zu gegebener Zeit neu.

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plan:g, mein katholischer Kollege Edwin Matt hat mich darauf aufmerksam gemacht.

Die “Lebenszeichen in Corona-Zeiten” finden nun ein Ende. Mir hat es gut gefallen und gut getan, in diesen Zeiten mit euch mittelbar in Kontakt zu sein.

Wer den Blog gelesen hat, nahm bestimmt wahr: Zwei Themen gaben in dieser Krisenzeit den Grundimpuls:

  1. Was ist Kirche und wie kommuniziert sie?
  2. Was ist der innere Kern des Corona-Problems?

Die Antwort auf die erste Frage ist meines Erachtens ein immer wieder neues Durchbustabieren, dass “Kirche eine Kommunikationsgemeinschaft ist”. Wenn es gut läuft entwickelt sich daraus ein hilfreiches praktisches und soziales Leben. Dass es andersherum laufen könnte, habe ich so meine Zweifel, lasse mich aber gern eines Besseren belehren, wenn es wahrnehmbar ist.

Die Antwort auf die zweite wäre: Die Corona-Krise ist Teil einer größeren, bei uns gern verdrängten Problematik, nämlich die Aufspaltung der Menschheit in Arm und Reich. Tragisch dabei ist, dass selbst die politische Linke nichts mehr in ihre Internationalismus-Arbeit investiert und das Feld der Wirtschaft und den Bürgerlichen überlässt.

An diese beiden Grundfragen docken viele andere grundlegende soziale, wirtschaftliche, politische und theologische(!) Fragen an. Ich meine, sie sind zu wichtig. Sie müssen weiter bearbeitet werden. Für unsere Kinder und Kindeskinder.

Ich will, wenn es sich gut fügt, als nächstes Projekt eine Ausstellung mit “plan:g” verwirklichen. Neugierig?

www.weltgesundheit.org und

Mein lieber und sehr geschätzter katholischer Kollege Edwin Matt hat mich darauf aufmerksam gemacht. Er ist in dieser Aktion stärker engagiert. “plan:g” bringt die Fragen von Armut, Reichtum, Gesundheit und Partizipation ins Gespräch und ins Spiel.

Und natürlich! Es steht der Beginn der Bauarbeiten zur Ertüchtigung der Kreuzkirche an. Was das mit Corona zu tun hat? Sehr viel! Ich persönlich gehe davon aus, dass durch die Corona-Krise die Wirtschaftskraft unserer Kirche so weit abnehmen wird, dass Bauunterhalt in Zukunft kaum mehr möglich sein wird. Bisher war er auch schon schwierig. Das liegt daran, dass unsere Kirche ca. 80 % ihrer Finanzmittel in Personalkosten, also in Menschen, investiert. Das finde ich gut. Allerdings bleibt dann für den Rest oft wenig übrig.

Ich persönlich glaube, dass es meine, unsere Aufgabe ist, die Kreuzkirche für die Zukunft zu erhalten und zu sichern. Das haben andere vor mir auch schon getan … So ist die Kirche eine bleibende Baustelle.

Die Kreuzkirche ist ein guter, kraftvoller, tröstender, spiritueller Ort schon seit ihrem Beginn in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Ich glaube, der Himmel will, dass das so bleibt. Also sollte die Kreuzkirche auch erhalten, renoviert und barriefrei gestaltet werden, damit dort alle gut hinein kommen können. Wer will uns helfen?

Liebe Grüße, Danke für’s Lesen und Mitdenken, seid behütet, Gottes Segen bei allem … ond bliiiibet xond, euer

Frank

Written by

Evangelischer Pfarrer, Traumatherapeut und Biker im Kleinwalsertal

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