Ertüchtigung der Kreuzkirche: barrierefrei und energetisch saniert. Update 10.8.2020

Schock!

So viel Wasser im Keller, im Foyer und sogar im Treppenaufgang zur Empore! Es kam einfach aus der Wand, tropfte aus den Verkleidungen, kam selbst durch die Elektrokabel geflossen. Am Sonntag nach dem Gottesdienst, 2.8., hatte ich es bemerkt. Wasser in den Elektroleitungen: Bekommen wir gleich einen Stromschlag, wenn wir durch den nassen Keller laufen?

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Am folgenden Tag waren Architeckt Klaus Noichl und die verfügbaren Handwerker gleich vor Ort, um den Schaden zu analysieren und zu beheben. Wir rechneten mit mehreren Kubikmeter Wasser, die sich im Gebäude und seinen Mauern verteilt haben.

Doch woher kam es? Vom Starkregen der vergangenen Tage? Durch das Dach? Wir kletterten hoch, um alles zu kontrollieren. Aber es war alles o.k..

Leck in der Heizungsanlage? Schwer zu sagen …

Ein normales Wasserrohr? Wenn ja, welches?

Wir entdeckten einfach keine Schadstelle, nur flächig durchfeuchtetes Mauerwerk. Aus allen Öffnungen tropfte es. An keiner einzigen Stelle der Bautätigkeiten konnte eine Beschädigung wasserführender Systeme wahrgenommen werden. Wir waren mehr als verwirrt. Architekt Noichl, ein halbes Dutzend Handwerker und ich suchten zwei Tage lang und testeten alle möglichen Kombinationen aus, Absperrventile zu betätigen, um den Schaden lokalisieren zu können. Zuletzt verschloss Miri von der Firma Berchtold einfach ein bestimmtes Wasserrohr an der tiefsten uns zugänglichen Stelle. Der Wasserfluss stoppte danach. Gott sei Dank.

Unser Fazit war: “Der Mensch denkt, Gott lenkt.” Der Wasserschaden hatte augenscheinlich nichts mit dem Starkregen oder den Bautätigkeiten zu tun. Er erfolgte einfach durch Materialermüdung irgendwo in einer Wasserleitung irgendwo in irgendeiner Wand. Es fügte sich gut, dass der Schaden mitten in der Bauphase auftrat, während viele Fachleute ohnehin vor Ort waren. Im “Normalbetrieb” der Kreuzkirche hätte sich dies zu einer kleinen Katastrophe entwickeln können. Aber so war es einfach eine kleine aufregende Episode. Nun trocknet die Kreuzkirche wieder aus. Heute schon gehen die Bauarbeiten weiter. Die Schlosser, die Thorsten Schwendinger gesandt hat, haben die Innentreppe bereits begonnen einzubauen …

Gott sei Dank!

Und Dank allen, die dabei waren und so spontan und engagiert an die Wasserlecksuche gegangen sind! Wir konnten so Schlimmeres verhindern. Eine Runde Wertschätzung! Wir sind trotz unvorhergesehener Ereignisse im Zeitplan, die Stimmung und die Kooperation auf der Baustelle war und ist hervorragend gut.

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