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Es hat mich gefreut, dass das Allgäuer Anzeigeblatt Teile des Interviews mit mir zum Fasten veröffentlicht hat (siehe vorhergehender Eintrag). Die Sätze, die das Fasten mit einer gewissen Todesangst verbinden, haben den Weg in die Zeitung nicht gefunden. Vielleicht klang es ein wenig zu ernst, obwohl ich nach wie vor meine, dass gerade der Einstieg ins Fasten immer auch eine Angstbewältigung ist.

Nun ist Donnerstagabend. Am Freitagmittag werde ich wieder aus dem Fasten aussteigen. Ich denke an die Tage zurück und nehme wahr:

  • Starke Kopfschmerzen zum Beginn. ich denke, hier machte sich der Koffeinentzug bemerkbar. Detox!
  • Körperlich fühle ich mich…

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Heute fange ich an zu fasten: kein Alkohol, kein Koffein, keine Zigaretten und nichts essen.

Ganz oder gar nicht.

Das letzte Mal habe ich vor ca. 17 Stunden etwas gegessen. Ich habe keinen Hunger. Das finde ich gut.

Das Allgäuer Anzeigeblatt hat mich dazu interviewt: “Dieses Mal bräuchte ich Ihre Hilfe zum Thema Fasten: In einem Text für die Wochenend-Ausgabe in der Allgäuer Zeitung möchten wir Fasten aus drei verschiedenen Perspektiven betrachten: aus theologischer, psychologischer und ernährungstechnischer Sicht. Die Fragen für die jeweiligen Ansprechpartner sind gleich und lauten wie folgt: Was bedeutet Fasten (in Ihrem Fall) aus theologischer Sicht?”

FW…


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Dorothee Wittmann-Klemm “Miniaturen” in der Kreuzkirche

Ich erinnere mich an die Augsburger Kunstaktion “Kunst trotz(t) Armut”. Sie bedeutet mir, obwohl sie in der Vergangenheit ruht, immer noch sehr viel. Und jetzt: Gerade in Corona-Zeiten ist es dringend geboten, Ressourcen der Kreativität, der Kunst, der Poesie und des gelungenen “Noch-Nicht” zu pflegen. Ich entschloss mich kurzerhand, eine Ausstellung in der Kreuzkirche ohne Planung, ohne Vorankündigung zu präsentieren trotz Corona-Pandemie, trotz Bautätigkeit in der Kreuzkirche zur Ertüchtigung derselben.

Weder Corona noch Baustelle hält Sie und euch davon ab, einzeln die Kreuzkirche zu besuchen, sich von Kunst inspirieren zu lassen und … vielleicht auch den spirituellen Ort wahrzunehmen, ein…


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Hilfe! Gottes Wort durchkreuzt gut gemeinte seelsorgerliche Absichten.

Nächsten Sonntag, am 14.2., beginnen wir wieder um 10.00 Uhr mit den Andachten unter Corona-Bedingungen in der Kreuzkirche. Das ist schön. Ich hatte mich innerlich darauf vorbereitet über Freude, Ressourcen und Hoffnung zu predigen. Das brauchen wir alle, um der Corona-Müdigkeit und Genervtheit durch einschränkende Regeln etwas seelisch Aufbauendes entgegensetzen zu können. Zudem heißt der Sonntag „Estomihi“ und verweist damit auf den dritten Vers des 31. Psalms in der Bibel: „ Sei mir (lateinisch: „Esto mihi“) ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest.“

Sehr positiv, sehr ressourcenorientiert!

Und dann…


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Ich blicke zurück auf die Weihnachtszeit. Ja, ich war aufgeregt, nervös und ängstlich. Falls zu viele Menschen in die Gottesdienste gekommen wären, hätte ich ein Problem bekommen mit den Hygiene-Regeln.

Nun kamen aber sehr wenige … und ich war traurig und enttäuscht.

Zugleich könnte ich von meiner Grundaufgabe als Pfarrer sehr zufrieden sein: Die Presse hat mir in den vergangenen Wochen und Monaten mehrfach geholfen, Grundperspektiven des Glaubens zigtausendfach “unter’s Volk” zu bringen. Die breite Kommunikation des Evangeliums ist gelungen. Was Gott daraus macht, ist ihm in die Hände gelegt. I did my job.

Ich finde es richtig gut, mit…


Neustart. Es geht weiter. Trotz allem.

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Das Gerüst wird im Nebenraum der Kirche aufgebaut, damit der schwere Leuchter abgenommen und die Deckendämmung angebracht werden kann.

Draußen schneit es stark.

Die Weihnachtstage und der Jahreswechsel sind vorüber.


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“Frohe Weihnachten” jetzt erst recht! Dieses Weihnachten ist besonders.

Es waren schon besonders wenige Menschen in den Weihnachtsgottesdiensten.

Wir hatten besonders viele Vorkehrungen getroffen, damit die Hygiene ganz, ganz ordentlich beachtet wird.

Ich war, ehrlich gesagt, besonders aufgeregt und innerlich angespannt, ob denn alles klappen wird. So viel besonders! Und es ging gut. Ich erinnere mich daran, was ich selbst für die Presse geschrieben hatte:

“Frohe Weihnachten” jetzt erst recht! Dieses Weihnachten ist besonders.

„Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“

So lautet der biblische Impuls aus 2. Tim. 1…


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Kurz vor Weihnachten: Trotz Baustelle soll es schön sein in der Kreuzkirche zur Corona-Weihnachtszeit

Der Countdown läuft. Es wird spannend. Werden die Besucher der Weihnachtsgottesdienste auf die Toilette gehen können? Bis jetzt klemmt die Türe auf der fast fertigen Baustelle …

Werden Menschen überhaupt kommen … zum Gottesdienst? Nur 6 % aller Menschen, so sagen es Umfragen, erwägen einen Gottesdienstbesuch in diesen Corona-Zeiten. Die Gesellschaft ist gespalten, ob Gottesdienste überhaupt erlaubt sein dürfen. Die Kirche(n) und Gemeinden sind sich da übrigens auch sehr uneinig.

Beim letzten Eintrag kamen wir in Österreich aus dem Lockdown raus und gingen in Deutschland in den Lockdown rein. Unsere Kirchengemeinde gehört ja zu beiden nationalen Systemen. …


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9.45 Uhr. Geschafft. Schnee geräumt kurz vor dem Gottesdienst

Wir kommen in Österreich aus dem Lockdown raus, in Deutschland geht man hinein. Ich komme ganz durcheinander. Zugleich sind die Infektionszahlen in Österreich nicht besser als in Deutschland und unser Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm äußert sich auch unterschiedlich, ob nun Gottesdienste an Weihnachten stattfinden sollen oder wegen Corona besser nicht. Es könnte aber auch sein, dass die Statements unseres Bischofs jeweils aus dem Kontext genommen worden sind … und er seine Meinung gar nicht so sehr geändert hat.

Ähnlich ambivalent ist die Situation hier vor Ort: Vor “unserem” Lockdown in Österreich besuchten ungefähr 10 Einheimische den Sonntagsgottesdienst. …


Fast täglich gibt es neue Nachrichten, wie es in Österreich mit dem Lockdown läuft im Gegensatz oder im Vergleich zu den Nachbarländern. Viele melden sich zu Wort. Als Fazit könnte man im Moment sagen: Wir werden wohl an Weihnachten eine “Stille Nacht” haben. Möge es auch eine “Heilige Nacht” sein.

Jetzt erst recht die Botschaft: Es tut sich was im Kleinwalsertal und in der Kreuzkirche, was nichts(!) mit Corona zu tun hat. Und wir finden das gut so.

Besucht uns doch wieder einmal digital! Herzliche Einladung!

Danke Gerd für deine Treue zur Kreuzkirche!

Danke noch einmal Peter und Uli für…

Frank Witzel

Evangelischer Pfarrer, Traumatherapeut und Biker im Kleinwalsertal

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