Es gibt Menschen, die sagen, dass Corona eine “Gegenwartsschrumpfung” verursacht. Ich will dem widersprechen. Allein, dass solche klugen Interviews veröffentlicht werden, in denen dieses Wort vorkommt, macht Horizonte auf. Ich finde, es ist ein intellektueller und existentieller Genuss, dieses Gespräch zwischen Peter Unfried, dem Chefreporter der taz, und dem Soziologen Hartmut Rosa miterleben zu dürfen.

Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass diese Zeit kostbar ist, weil nach der Corona-Zeit weitere und größere Aufgaben auf uns warten. Wir sollten diese Krisenzeit als Lernfeld nutzen, um kollektive Problemlösungen für die Menschheitsfamilie einzuüben. Wir werden uns in Zukunft verstärkt um das…


Gestern vor 35 Jahren ereignete sich der Super-Gau im Kernkraftwerk im ukrainischen Tschernobyl.

Wir saßen im Hörsaal bei Prof. Peter Steinacker im Seminar “Atheismus um Gottes Willen” — viele Leute aber ganz konzentrierte Atmosphäre. Steinacker zitierte die Apokalypse und meinte “alles sieht unverändert aus, aber die ganze Welt wird nun eine andere.” Wir blickten aus den Fenstern des Hörsaals. Die Sonne schien. Das Laub in Marburg war schon ganz grün.

In dieser Woche informierte die Bayerische Staatsregierung ihre Bürger nicht oder nur schleppend. Kinder in Bayern spielten weiter im belasteten Sand.

In Marburg, wo ich studierte, gingen bei den Physikern…


Heute kam eine neue Ausstellung an. Dieses Mal ist es keine Kunst sondern Bildung. Im Rahmen der ökumenischen Bibelausstellung kümmern wir uns auch um den Islam. Mir macht es richtig Spaß, den einen Gott, den einen Glauben, die eine Wahrheit in ein fruchtbares Gespräch zu bringen mit der Vielheit der Religionen und der “Diversität” allen Seins. Hans Küng, der ja kürzlich leider (hochbetagt) verstorben ist, hat mit seinem “Projekt Weltethos” meines Erachtens erfolgreich versucht, diese Polarität zusammen zu bringen. Ich versuche es auch einmal und bedaure dabei zugleich, dass es zurzeit für mich keine wahrnehmbare große TheologINNen (wie Küng, Moltmann…


Auf der einen Seite feierten wir mitten in der Corona-Pandemie Ostern, das Fest der Auferstehung. Wir stimmten uns ein auf die Botschaft, dass Gottes Lebenskraft und Liebe alle Grenzen überwindet — auch die der Schuld, des Schicksals und des Todes. Wir schwingen darin noch weiter … und hoffen, dass Swing und Schwung bleibt.

Auf der anderen Seite legt sich das Corona-Thema, das alle Lebensbereiche berührt, wie Mehltau auf unsere Seelen. Gefühlt ist es wie eine „never ending story“.

Darum bleiben wir jetzt erst recht bei unserem Motto der vergangenen Wochen: „Kunst trotz(t) Corona“. …


Gestern und heute: eine Premiere ausprobiert.

Es gab Gottesdienste “to go”. In Corona-Zeiten unter Corona-Hygiene-Abstände konnte jeweils ab 15 Uhr jede/r kommen wann er oder sie wollte … und auch wieder so gehen. Angeboten wurde Kunst, Texte zur Kunst gedruckt, Musik, Worte zur Musik live von mit, am Anfang Begrüßung und Eröffnung, zum Schluss Segen.

Es hat geklappt. Gott sei Dank! Und ich selbst hatte auch eine spirituell geprägte Zeit dabei. Ich finde, so kann es öfter gehen.

Zugleich ist auch der Prediger in mir ganz zufrieden. Die Presse hat abgedruckt, was ich einem Kulturredakteur sagen durfte. Ich finde Klaus…


Ich will das Lebenszeichen von Frank in Corona-Zeiten vom 18.03.2021 noch einmal aufgreifen. Ich bin in Kontakt mit Getahun Nibret Muche, der Ulrike und mich vor Jahren wunderbar in die Klöster im Tana-See geführt hat. Von Kassa Akele aus Lalibela habe ich hingegen schon länger nichts mehr gehört oder gelesen. Er war 2 x unser local guide vor etlichen Jahren.

Es gibt in Äthiopien tolle Leute, die initiativ sind und gute Projekte starten. In diesem Zusammenhang darf ich euch den Kaffee empfehlen, den Sara Nuru, Model mit äthiopischen Wurzeln, vertreibt.

Schaut mal:

und

Ich habe übrigens auch noch einige äthiopische…


Wir bewegen uns auf Karfreitag und Ostern zu. In diesen Tagen ist mir das Thema des Sündenbocks neu bewusst geworden und nahe gekommen. Ein Kulturjournalist des Allgäuer Anzeigeblatts hatte mich darauf angesprochen. Morgen werden wir miteinander telefonieren. Zum Thema fand ich einen hervorragenden Podcast vom SWR heute kurz nach dem Duschen. Er lohnt sich und ist ein intellektueller Genuss, der sehr erhellend ist für die Alltagsaggressionen in den kleinen und großen Kreisen des Lebens.

Persönlich bin ich zurzeit dem Himmel wirklich dankbar, dass ich Traumatherapeut bin. Ich erfahre es als ein sehr großes Geschenk, dass die Mobbing-Prozesse und Sündenbockstrukturen, die…


Ich bin traurig. Sehr. Per Mail und in den Nachrichten erfahre ich von Gewalt, Bürgerkrieg und Militäreinsätzen in Äthiopien, die vor allem Zivilisten treffen und so furchtbar sind, dass sie unter der Kategorie “Verbrechen gegen die Menschlichkeit” eingeordnet werden. Besonders in der Region Tigray. Dort, in und um Aksum sowie in Lalibela waren für mich die eindrücklichsten Erfahrungen mit diesem ältesten christlichen Land auf dem “Dach Afrikas” beheimatet. Ich möchte mit euch in den Bildern Erinnerungen teilen.


Am Samstag-Nachmittag, 13.3.2021 saß ich arbeitend am Schreibtisch. Um 15.56 Uhr kam eine SMS-Nachricht auf mein Handy, dass ich um 18.00 Uhr einen Impftermin hätte.

Es war wie ein kurzfristiges Weihnachten und das Gefühl stieg auf: jetzt wird alles besser.

Den Astrazeneca-Impfstoff vertrug ich gut.


Es hat mich gefreut, dass das Allgäuer Anzeigeblatt Teile des Interviews mit mir zum Fasten veröffentlicht hat (siehe vorhergehender Eintrag). Die Sätze, die das Fasten mit einer gewissen Todesangst verbinden, haben den Weg in die Zeitung nicht gefunden. Vielleicht klang es ein wenig zu ernst, obwohl ich nach wie vor meine, dass gerade der Einstieg ins Fasten immer auch eine Angstbewältigung ist.

Nun ist Donnerstagabend. Am Freitagmittag werde ich wieder aus dem Fasten aussteigen. Ich denke an die Tage zurück und nehme wahr:

  • Starke Kopfschmerzen zum Beginn. ich denke, hier machte sich der Koffeinentzug bemerkbar. Detox!
  • Körperlich fühle ich mich…

Frank Witzel

Evangelischer Pfarrer, Traumatherapeut und Biker im Kleinwalsertal

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